Leberwurstbrot im Ironman Triathlon – die etwas andere Ernährung im Wettkampf

Solche Tipps stehen in keinem Trainingsplan für Triathlon und ich bin mir nicht sicher, ob es normal ist. Bei meiner zweiten Langdistanz haben mir Leberwurstbrote einen ordentlichen Schub versetzt! Ich berichte davon, weil ich glaube – und selbst bei zwei Ironmans und mehreren Marathon-Läufen erfahren habe, dass Essen im Ausdauersport eine Kopfsache ist. Womit hast du bei der Ernährung im Wettkampf die besten Erfahrungen gemacht?

Triathlon Ironman Switzerland
Jeder schwört auf etwas anderes: 2.500 individuelle Strategien für die Ernährung im Wettkampf allein beim Ironman Switzerland. Hier hatte ich 2009 zum ersten Mal Sehnsucht nach einem Wurstbrot.

Essen beim Triathlon ist auch eine Kopfsache

Mir tut es im Wettkampf gut, auf das eigene Gefühl und den Appetit zu vertrauen, statt auf Werbung, Testberichte und den gut gemeinten Rat anderer Sportler. Das hat mich mehr verunsichert. So habe ich mir 2010 beim Ostseeman Triathlon (3,8/180/42 km) Leberwurstbrote auf den Lenker geschnallt. Wie kam es dazu?

Ironman Switzerland in Zürich 2009, mein erster Langdistanz-Triathlon (den Trainingsplan hatte Anke schon damals gemacht). Es ist 12.00 Uhr durch. Zum zweiten mal kämpfe ich mich die „Hügel“ neben dem Zürichsee mit dem Rad hinauf. Dieser Triathlon hat ein paar Höhenmeter. In den Dörfen an der Strecke herrscht tolle Stimmung. Das Geschepper der Kuhglocken im Ohr und der Duft von Zürcher Geschnetzteltem und Kässpätzle in der Nase. In manchem Garten versammeln sich die Zuschauer um den Grill…  Mein Mittagessen besteht aus Gel mit Wasser und zum Nachtisch Isodrink und noch ein „leckeres“ Gel. Die Hände kleben bereits am Rennrad-Lenker und machen bei jedem Umgreifen Schmatzgeräusche. Auch im Bauch benimmt sich der teure Zuckerrübensirup (hauptsächlich daraus sind Sportlergels) wie Büroleim. Hätte ich 30 Franken im Trikot gehabt, ich wäre glatt in eine Wirtschaft gegangen, so groß war der Heißhunger auf etwas Herzhaftes. Die Stunde hätte ich auch noch Zeit gehabt, um mein Ziel „Finishen“ zu erreichen. 😉

Wettkampfnahrung wie bei Muttern

Beim nächsten mal will ich Leberwurstbrot! Beim Ostseeman Triathlon habe ich das wahr gemacht. Hier die Anleitung, falls du es im Wettkampf selbst probieren möchtest: Weißbrotschnitten, dünn mit Kalbsleberwurst bestreichen, portionsweise (am besten halbiert) in Butterbrotpapier einwickeln und mit Malerkrepp auf den Lenker binden. Das lässt sich später leichter zerreißen als Paketband. Wichtig! Ob du es glaubst oder nicht, ich habe mich schon beim Schwimmstart auf mein Frühstück und das Mittagessen gefreut. 5 Radrunden sind es in Glücksburg für 180 km. Mein Plan: 2. Runde Frühstück, 4. Runde Mittagessen. Das war wirklich eine tolle Sache, vor allem für den Kopf. Die Vorfreude auf Stullenauspacken war noch nie so groß. Gels hatte ich übrigens trotzdem mit. Bei Trainingswettkämpfen, längeren Läufen und Radausfahrten hatte ich nach und nach meine perfekte Mischung gefunden. Am meisten Energie – oder Motivation? – haben aber meine Leberwurstbrote gebracht.

Welche Erfahrungen mit der Wettkampfernährung hast du beim Triathlon gemacht? Womit verkürzt du den langen Tag beim Ironman?

Komm gesund ins Ziel!

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