Marathon, Triathlon – warum machst Du das?

Mitunter stellen Freunde und Bekannte aber auch Geschäftspartner die Frage: Warum macht man sowas? Marathonlauf oder Triathlon. Zugegebenermaßen habe ich zwei Probleme mit dieser Frage: Erstens habe ich keine endgültige Antwort darauf und zweitens stört mich der ungläubige Unterton. In einem Gespräch mit dem Personalchef einer großen deutschen Radioholding zum Beispiel klang das neulich fast wie: Sind Sie sich darüber bewusst, dass sie eigentlich in die Klappsmühle gehören?

Allerdings ist mir beim Rennsteigauf dieses Jahr im Mai die Antwort klar geworden: Ich tue es für die interessanten Erfahrungen unterwegs; buchstäbliche Ein- und Aussichten, die ich sonst nicht erleben könnte. Und es ist für diesen Moment, wenn man das/sein Ziel geschafft hat.

Ich habe viele berufliche Ziele erreicht, u.a. die Marktführerschaft seinerzeit mit der Morningshow von Antenne Brandenburg. Leider lassen sich solche Erfolge allzu leicht zerreden. Oder sie werden sogar von Leuten für sich in Anspruch genommen, die niemals daran geglaubt haben.

Beim Marathon oder Triathlon ist das anders: Im Training sind Partner unerlässlich, unterwegs hilft jeder Zuruf vom Straßenrand, der Moment im Ziel gehört dir ganz allein. Und es gibt eine (zugegeben etwas sehr mataphorische) Ebene, die ich aber sehr genieße: Selbst auf dem steinigen Rennsteig wird dir niemand einen Knüppel zwischen die Beine werfen.

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